Mädchen beim Klettern

FREIZEITPÄDAGOGIK

Klettern

Klettern beinhaltet sehr viele Komponenten, die fördernd für die Jugendlichen sind. Fast alle TeilnehmerInnen äußern sich beeindruckt über die Unausweichlichkeit bestimmter Wahrnehmungen und Gefühle beim Klettern. Hier liegt die große Chance, intensiv die sozialen Kompetenzen sowohl zu diagnostizieren, als auch zu erweitern. Es ist nämlich nicht nur Angst bzw. Respekt oder Unsicherheit, die hier offenbar werden, sondern ebenso häufig eine sehr positive Erfahrung zur eigenen Körperlichkeit, Geschicklichkeit und Mut.

Die Jugendlichen lernen sich selber besser kennen (Selbsterfahrung und Selbstwahrnehmung), denn sie können beobachten, wie sie in Stresssituationen agieren und reagieren. Aus dem Erkennen und Tolerieren eigener Fähigkeiten und Grenzen entwickelt sich Toleranz - sich selbst und dem Partner gegenüber. Eine klar definierte Kommunikation ist Voraussetzung, denn Missverständnisse können schwere Folgen nach sich ziehen. Hier müssen sie auf eine klare, eindeutige und unmissverständliche Gesprächsbasis achten. Die Erfahrung von Verantwortung ist ein enorm wichtiger Faktor, denn der Sicherer ist zuständig für das Leben des Anderen und hier muss er diszipliniert und konzentriert die Sportart ausüben.

Dass neben all diesen Faktoren das Selbstvertrauen/Selbstsicherheit und das Selbstwertgefühl optimal gestärkt werden, ist ein wesentlicher Grund, der gerade für die Jugendlichen in schwierigen, pubertierenden Phasen enorm hilfreich ist. Aber auch ein Umgang mit frustrierenden Gegebenheiten ist nicht selten und sie lernen ihre Grenzen kennen.

Neben all diesen Komponenten kommt noch zusätzlich und für Jugendliche sehr wichtig, der sportlich/körperliche Erfolg hinzu: intensive Bewegung, Muskelaufbau, Reaktionsfähigkeit, Kondition, Gleichgewichtsfähigkeit und Konzentrationsfähigkeit.

Pferdeunterstütztes Wachstum

Pferde scheinen manchmal direkt in die Seele von uns Menschen zu blicken. Auf eine oft nicht in Worte zu fassende Art und Weise stellen sie so Verbindung zu Jugendlichen her, die hohe Mauern um sich gebaut haben, berühren sie und bringen sie in Bewegung.

Das pferdeunterstützte Arbeiten mit Jugendlichen verbindet das ganzheitliche Lernen - Gedanken, Gefühle, Handlungen - mit dem Lebewesen Pferd. Durch die natürlichen, augenblicklichen und ehrlichen Reaktionen des Pferdes bleibt den Jugendlichen nichts anderes übrig als sich im Hier und Jetzt mit sich selbst und ihrem Spiegel – dem Pferd - auseinander zu setzen.

Das Hauptaugenmerk liegt in der Begegnung von Jugendlichen und Pferden vom Boden aus. Erst nach Aufbau einer „tragfähigen“ Beziehung kann auch das Getragen werden, sich tragen lassen, (geführtes Sitzen am Pferd) in die Arbeit einfließen. Grundsätzlich geht es nicht darum zu lernen, pferdefachmännisch mit einem Pferd umzugehen, sondern darum, gemeinsam Wege zu erarbeiten, wie eine Aufgabe gut und sicher gemeistert werden kann.

Inhalte des pferdeunterstützten Arbeitens sind: Beziehungsaufbau, Wahrnehmung von eigenen und den Bedürfnissen anderer, Bewältigung herausfordernder Situationen, Selbsteinschätzung, Selbstwert, Übernahme von Verantwortung, Regeln zur eigenen und der Sicherheit anderer einhalten, Auseinandersetzung mit und Reaktion auf Unvorhersehbares (Fluchttier Pferd, Wettereinflüsse durch die Arbeit im Freien), Körperkontakt und Nähe zum Pferd, Vermittlung von Grenzen und Grenzerfahrungen, Überwindung von Hürden, gegenseitige Abhängigkeit (500kg Pferd – 60kg Mensch), Wahrnehmung der Körpersprache, Kommunikation, Vertrauen und Respekt, in Bewegung kommen.

Das Pferd als Lebewesen fordert von den Jugendlichen immer eine gefühlsmäßige Reaktion. Wenn es sich dabei nicht um Zuneigung oder Interesse handelt, dann um Gefühle wie Angst oder Ekel. Aber es wird immer ein Gefühl mit dabei sein.

Bogenschießen

Lebensorientiertes Training durch:

  • Zielfindung - Konzentration auf ein bestimmtes Ziel
  • innerliche Ruhe - geduldiges Platzfinden. Abschuss erst dann, wenn alles “stimmig“ ist. Der ruhige Blick erfasst das Ziel, der ruhige Körper spannt den Bogen, das Fühlen der Spannung im Körper, und Spannungslösung durch das Ablassen des Pfeils.
  • Spannungszunahme und Spannungsabnahme - lernen mit Aggression und Wut umzugehen
  • Ausdauer durch konsequentes Training

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