Sozialpädagogisch-therapeutische Betreuung im Rahmen der vollen Erziehung

(§42, Tiroler Kinder- und Jugendhilfegesetz vom 6. Nov. 2013)

Wir begleiten Jugendliche ab 15 (bis maximal 21) Jahren, die aufgrund persönlicher und/ oder familiärer Problemfülle und sozialer Defizite weder im Rahmen ihrer Familie noch von den in Tirol bestehenden stationären Einrichtungen betreubar sind.

Es gibt für die Aufnahme keine Ausschließungsgründe. Bei Abbrüchen bzw. Unterbrechung der Betreuung besteht die Option einer Wiederaufnahme.

Die vom NETZ betreuten Jugendlichen, in manchen Fällen auch deren Familien, bedürfen einer besonderen und individuell abgestimmten Betreuung.

Den Jugendlichen wird eine Wohnung zur Verfügung gestellt, in der sie mit unserer Unterstützung und Begleitung (auch mit den entsprechenden Kontrollen) alleine wohnen.

Das Ziel der Betreuung über die Einrichtung „NETZ“ ist zunächst die psychische Stabilisierung der Jugendlichen.

In der Praxis geschieht dies…

  • schon durch das Ankommen in der Einrichtung „NETZ“ (spürbarer System- bzw. Kontextwechsel)
  • in Folge durch eine Beruhigung der Jugendlichen angesichts der vorangegangenen Umstände (Deeskalation)
  • durch eine Distanzierung zum vorangegangenen Umfeld durch den Bezug des Einzelwohnplatzes
  • durch die Aufnahme neuer Beziehungen z. B. zum Helfersystem des „NETZ“, das Treffen von Vereinbarungen innerhalb des Regelwerks unserer Betreuung und die methodisch geleitete Auseinandersetzung damit
  • durch das Formulieren von Zielen gemeinsam mit der Behörde und den betroffenen Jugendlichen

Das „NETZ“ betreut:

  • mittels des Angebots und der Schaffung verlässlicher und auch belastbarer Beziehungen innerhalb eines Bezugsbetreuersystems (im Regelfall Betreuungstandems)
  • mittels erweiterter Betreuungsressourcen (erhöhtes Kontingent an Betreuungsstunden)
  • mittels Zusatzangeboten im Bereich Lernen, Therapie, Arbeit, Sport und Kunst sowie Familienarbeit
  • mittels schrittweisen Erlernens von sozialen Kompetenzen


Unser Ziel ist die soziale Integration der Jugendlichen:

Dabei geht es zunächst um die Wiederherstellung von Betreubarkeit überhaupt durch die spezielle Begleitung im „NETZ“, dann in Folge um Betreubarkeit durch das erste soziale Hilfesystem (diverse Kurse, Ausbildungsmöglichkeiten, medizinische/therapeutische Hilfen, usw.)

Weiters um das schrittweise Hinführen und Begleiten zu einer den Jugendlichen angemessenen, d.h. individuellen Persönlichkeitsentwicklung.

Je nach Betreuungsdauer und Verlauf werden die Jugendlichen schrittweise für andere Betreuungseinrichtungen vorbereitet und zu ihnen vermittelt, oder idealiter, in ein selbstständiges Leben entlassen.

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